Haltungsinformationen

Kapitel 1 - Leopardgeckos

Kapitel 2 - Bartagamen

Leopardgecko:

  • Beschreibung
  • Terrarium
  • Beleuchtung/UVA-UVB
  • Futter/Vitamine
  • Winterruhe
  • Krankheiten

Bartagamen:

  • Beschreibung
  • Anschaffung
  • Terrarium
  • Beleuchtung/UVA-UVB
  • Futter/Vitamine
  • Winterruhe
  • Krankheiten
  • Kapitel 1 Leopardgecko

Leopardgecko

  • Wissenschaftlicher Name: Eublepharis mascularius
  • Familie: Gekkonidae Eublepharidae (Lidgeckos)
  • Größe: 20 – 25cm inklusive Schwanz (Supergiants teilweise bis 30cm) 
  • Gewicht: 40 – 70g (Supergiants bis 150g)
  • Alter: 15 bis 20 Jahre
  • Schutzstatus: kein Herkunftsnachweis erforderlich
  • Verbreitung: Pakistan, Afghanistan, (Nord)Indien, Bangladesch, Irak, Iran, Syrien, Türkei, Turkmenistan
  • Natürlicher Lebensraum: Steppengebiete, trockenes Grasland, Felswüsten, Gebirge
  • Haltung: für Anfänger geeignet, werden schnell zutraulich

 

Terrarium:

Ein Mindestmaß für 3 Tiere sollte 80*60*30 sein aber besser ist ein größeres von 100*50*50 für jedes weitere Tier sollte 20% mehr Fläche dazu berechnet werden.

Der Bodenuntergrund sollte nach Möglichkeit zu mindestens 15 cm bedeckt sein, damit sich die Leopardgeckos Wohnhöhlen graben können. Hierfür eignet sich ein Gemisch aus Sand und Lehmpulver oder Sandlehmgemisch.

 

Beleuchtung/UVA-UVB:

Die Beleuchtungsdauer sollte in den Sommermonaten 12 Stunden betragen. Diese 12 Stunden können sie mit einer Zeitschaltuhr regeln! Durch diese Bestrahlung erreichen sollte man am Tage eine Temp. zwischen 24-30°C, unterm Spotstrahler sollte eine Temp. bis zu 35°C erreicht werden und am Abend sinkt sie dann auf 20-22°C. Da Leopardgeckos wechselwarme Tiere sind brauchen sie diese Temperaturunterschiede!

UVA/UVB:

Bei diesem Thema gehen die Meinungen stark auseinander. Während manche Halter Wert auf separate UV-Leuchten legen, verzichten andere Halter völlig darauf, häufig mit der Begründung das es sich bei diesen Tieren um nacht- und dämmerungsaktive Tiere handelt.
Trotzdem sollte dabei bedacht werden das Leopardgeckos auch in freier Natur durchaus die Möglichkeit haben regelmässig UV-Strahlung aufzunehmen. Wer seine Tiere also möglichst Naturnah halten möchte, kann entsprechende UV-Lampen in seinem Terrarium einsetzen um den Bewohnern zumindest die Option anzubieten natürliche UV-Strahlung zu nutzen.

 

Futter/Vitamine:

Ca. 3mal in der Woche wird gefüttert 5-6 Heimchen,Grillen oder Heuschrecken usw...!!! Die Wahl der Futtertiere richtet sich in der Regel nach der Größe der Leopardgeckos.

Grillen
(In vier Größen erhältlich)
Arten: Zweifleckgrille (Mittelmeergrille), Steppengrille, Kurzflügelgrille
Ernähren sich sowohl von pflanzlichen als auch von tierischen Stoffen und sind darum als Futtertiere hervorragend geeignet. Mit einer durchschnittlichen Körperlänge von ca. 4cm gehören sie zu den mittleren Insekten und sind darum ein guter Indikator für die Futtermenge.

Heimchen
(In vier Größen erhältlich)
Mit einer Körperlänge von durchschnittlich 2cm sind sie kleiner und wesentlich aktiver als Grillen, während ihr Nährstoffgehalt aufgrund des hohen Phosphorgehalts geringer ist. Heimchen sollten aufgrund ihrer Agilität nur in Mengen verfüttert werden, die in absehbarer Zeit verspeist werden können, um übermäßige „Unruhe“ im Terrarium zu vermeiden.

Heuschrecken
(In drei Größen erhältlich)
Arten: Wüstenheuschrecke, (Ägyptische) Wanderheuschrecke
Stellen in Maßen ideale Jagdobjekte dar, da sie durch das Terrarium springen und sich vor allem nicht verstecken, und die Geckos so nachhaltig zur Bewegung animieren. Wegen ihrer durchschnittlichen Körperlänge von 6cm sind adulte Heuschrecken für recht kleine oder junge Tiere allerdings weniger zu empfehlen, zumal die kräftigen Beine ein Verletzungsrisiko darstellen.

Schaben
Arten: Argentinische Waldschabe (Blaptica dubia), Grüne Schabe (Panchlora nivea), Schokoschabe (Shelfordella tartara), Grauschabe (Nauphoeta cinerea)
Schaben sind mit Grillen vergleichbar. Auch sie werden relativ vielseitig ernährt und sind exzellente Nährstofflieferanten. Die wohl am häufigsten gezüchtete Schabenart ist die argentinische Waldschabe. Schabenarten wie die Schokoschabe und die Grauschabe sind zwar gute Futtertiere, können sich aber ggf. in den Wohnräumen vermehren. Viele Halter verzichten daher auf eine Verfütterung dieser Arten. Wie würden an dieser Stelle die argentinische Waldschabe empfehlen, da die Beschaffung und auch Zucht dieser Art sehr einfach ist. Schaben sollten am besten nur einzeln, und dann geziehlt per Pinzette verfüttert werden.
Der einzige Haken: Schaben schmecken nicht jedem Leopardgecko.

Käferlarven
Arten: Mehlkäferlarve (Mehlwurm), Larve des Großen Schwarzkäfers (Zophobas morio), Rosenkäferlarve, Wachsmottenlarve/Wachsmotte/Wachsmade, Buffalowürmer
Einige (Buffalowürmer, Mehlwürmer, Wachsmade) sind relativ klein, und somit auch für jüngere Leopardgeckos eine Delikatesse. Wegen ihres deutlich erhöhten Fett- und Proteingehalts sollte man sie jedoch sparsam verfüttern.
Anders als bei ausgewachsenen Insekten ist es bei Larven zudem von Vorteil, sie entweder direkt mit der Pinzette zu verfüttern oder in eine Schale mit Rand zu geben. Sonst flüchten sie und buddeln sich in die Bodenschicht des Terrariums ein.

Vitamine:

Unabhängig von der Qualität der Futtertiere brauchen Leopardgeckos Vitamine und Mineralstoffe, die ihre fleischhaltige Ernährung nicht in ausreichender Menge liefert. Der Fachhandel bietet dazu ein reichhaltiges Sortiment, das sämtliche Bedürfnisse abdeckt – von der generellen Ergänzung bis hin zu speziellen Präparaten gegen Mangelerscheinungen.

● Vitamin- und Mineralzusätze in Pulverform, mit denen die Futtertiere bestäubt werden. Dazu das Pulver in ein verschließbares Glas geben, die Futtertiere hinzufügen und leicht schütteln. Bei überaktiven Insekten das Glas einfach für ein paar Minuten in den Kühlschrank stellen.

● Wenn keine UV-Bestrahlung erfolgt, müssen die Vitaminpräparate ausreichend Vitamin D3 enthalten

● Zerriebene Sepia-Schale über die Steine im Terrarium gestreut oder in einem separaten Gefäß ist ein hervorragender Kalzium-Lieferant und sollte in jedem Terrarium vorhanden sein

 

Winterruhe:

Für die Gesundheit der Leopardgeckos ist es überaus förderlich, ihnen die von Natur aus angestammte Winterruhe zu ermöglichen.

Dazu sollte man ab Anfang November damit beginnen, die Grundtemperatur des Terrariums tagsüber auf 15 bis 18 Grad, nachts auf 12 bis 15 Grad abzusenken und den Einsatz der Wärmelampen auf 6 Stunden pro Tag zu reduzieren. Bis Mitte/Ende Februar werden die Verhältnisse so belassen, bis man die Temperatur über eine Spanne von zwei Wochen wieder langsam auf Standardwerte erhöht.

Zu beachten ist, dass man nur vitale Tiere in Winterruhe versetzen darf. Diese werden in der Zeit vorher angefüttert, ehe man die Nahrungszufuhr einstellt und die vollständige Entleerung des Darms abwartet. Eine Fütterung – bis auf täglich frisches Wasser – findet während der Winterruhe selbst nicht statt.

 

Krankheiten:

Wegen Krankheiten und Hilfe auf Anfrage.

 

  • Kapitel 2 Bartagamen

Bartagamen

  • Klasse: Reptilia ( Reptilien )
  • Ordnung: Squamata ( Schuppenkriechtiere )
  • Unterordnung: Lacertilia ( Echsen)
  • Zwischenordnung: Iguania ( Leguanartige )
  • Familie: Agamidae ( Agamen )
  • Unterfamilie: Agaminae
  • Gattung: Pogona ( Bartagamen )
  • Art: Pogona vitticeps ( Gewöhnliche Bartagame )
  • Körperlänge: 55-58 cm ab und zu sogar über 60 cm
  • Gewicht: 300-600 g
  • Besonderheit: ein verlängertes Zungenbein damit sie ihren Kehlbart abstellen können
  • Zähne: Fangzähne zum töten und festhalten. Sie verschlucken ihre Beute im Ganzen. Die Nahrung kann nicht zerkleinert werden.
  • Geschlechtsreife: in der Regel zwischen dem 9. und 12. Lebensmonat
  • Sozialverhalten: in der Natur Einzelgänger, im Terrarium Einzel- oder Haremshaltung
  • Lebenserwartung: durchschnittlich 8, in seltenen Fällen 12 Jahre

 

Zur Gattung Pogona gehören acht Arten. Erst 1982 stellte der australische Wissenschaftler Glen M. Storr die Bartagamen in eine eigene Gattung Pogona. Pogona leitet sich von "pogon", griechisch für Bart, ab und bezieht sich auf die stachelbewehrte Kehle der Tiere. Nur in Australien sind Bartagamen zu Hause. Alle Arten der Gattung Pogona leben ausschließlich ( endemisch ) in den Trockengebieten des 5. Kontinents. Körperbau, Physiologie und Verhalten der robusten Reptilien sind perfekt an diese unwirtliche Umgebung angepasst.

 

Hier einmal alle acht Arten:

  • Pogona vitticeps ( Gewöhnliche Bartagame )
  • Pogona microlepidota ( Kimberley Bartagame )
  • Pogona henrylawsoni ( Lawsons Bartagame/Zwergbartagame )
  • Pogona minor ( Westliche Bartagame )
  • Pogona minima ( Houtman Abrolhos Bartagame )
  • Pogona nullarbor ( Nullarbor Bartagame )
  • Pogona mitchelli ( Mitchells Bartagame )
  • Pogona barbata ( Östliche Bartagame )

 

Sie besiedeln so gut wie den gesamten Kontinent. Sie fehlen lediglich im äußersten Südosten und Südwesten, im tropischen Norden sowie auf der Insel Tasmanien. Bartagamen sind außerordentlich anpassungsfähig und anspruchslos. Man findet die Echsen in den lichten Trockenwäldern, in Steppenregionen und selbst in den extrem trockenen und lebensfeindlichen Wüsten des 5. Kontinents.

Pogona vitticeps ( Gewöhnliche Bartagame ): Bevorzugt trockene und heiße Lebensräume wie zum bsp. lichte Wälder, Savannen und Wüsten. Klettert gut und nutzt erhöhte Flächen als Aussichtspunkte. Sie ist die am häufigste Bartagame in Australien. Erreicht eine Gesamtlänge von ca. 55-58 cm, in Ausnahmefällen deutlich größer. Sie kommen meist in den Farben Grau und Braun vor, daneben gibt es aber auch rötliche und gelbliche Populationen. Sie kommt ausschließlich im Landesinneren Australiens vor, von New South Wales und Queensland bis nach South Australia und ins nördlichste Victoria. Die Art lebt seit Jahrzehnten in unseren Terrarien. Pogona vitticeps ist die häufigste bei uns gehaltene Bartagame und zählt zu den beliebtesten Reptilien.

Bartagamen nehmen ihre Umwelt vor allem optisch wahr. Geruchssinn und Gehör spielen eine untergeordnete Rolle. Alle acht Arten sind Lauerjäger, die ihre Beute von erhöhten Sitzflächen aus orten und überfallen. Dabei reagieren sie hauptsächlich auf Bewegungen.Solange ein Tier bewegungslos verharrt, findet kein Angriff statt, aber bereits bei einer kaum wahrnehmbaren Bewegung schnappt die Jägerin zu. Bartagamen können sehr gut sehen, sie können sogar Farben unterscheiden.

 

Anschaffung:

Wichtige Überlegungen vor dem Kauf:

HERZ und VERSTAND sind gefragt. Ein Terrarium bereitet viel Freude. Doch Anschaffung und der Unterhalt über viele Jahre kosten Geld, und auch der zeitliche Aufwand für die Pflege ist nicht gering. Die Entscheidung fürs Terrarium sollte daher unter Abwägung aller Vor- und Nachteile und immer von der ganzen Familie getroffen werden.

 

  1. Ist die ganze Familei einverstanden ??? Bartagamen erreichen mit oft zehn Jahren und mehr ein vergleichsweise hohes Lebensalter. Während dieser Zeit müssen sie regelmäßig betreut und versorgt werden. Wie bei jedem Haustier verlangt ihre Haltung Kompromisse und führt zu Veränderungen im Tagesablauf. Alle Familienmitglieder müssen sich darüber im Klaren sein, dass die Haltung der Reptilien nicht nur positive Seiten hat, sondern auch einen nicht zu unterschätzenden finanziellen und zeitlichen Aufwand mit sich bringt. Hat ein Familienmitglied Angst vor den Echsen oder ekelt es sichvor den Futtertieren, belastet das den Familienfrieden und kann allen die Freude am Terrarium nur schnell verleiden.
  2. Wie teuer ist die Bartagamen-Haltung ??? Neben den Anschaffungskosten für das komplette Terrarium und die Tiere müssen auch die laufende Ausgaben für Futter, Strom, den Ersatz von Leuchtmitteln und UV-Lampen sowie eventuelle Tierarztbesuche berücksichtigt werden.
  3. Fixkosten sind hierbei Tierkauf, Terrarium, Zweitterrarium, Elektrische Geräte und Einrichtung.
  4. Laufende Kosten sind hierbei Leuchtmittel, Stromkosten, Futtertiere und Kotprobe bzw Tierarzt.
  5. Kinder und Bartagamen... Wenn Sie Kinder haben, müssen Sie die Elektrik des Terrariums besonders gut sichern. Die Terrariumscheiben sollten mit einem Schloss versehen sein. Auch kleineren Kindern kann man verständlich machen, dass Reptilien kein Spielzeug sind und höhere Pflegeansprüche als Hund und Katze stellen. Je nach Alter der Kinder sollten Sie nur zusehen oder etwas assistieren. Viele biologische Zusammenhänge können sie jedoch noch nicht verstehen. Und selbst wenn Ihre Kinder die Pflege und Fütterung allein übernehmen sollten Sie nach wie vor alle Tätigkeiten kontrollieren.
  6. Vor dem kauf sollten Sie sich genug Informationen eingeholten haben zum bsp. über Fachliteratur, Internet oder bei Züchtern. Im Zoofachhandel erhält man leider meist nicht die richtigen bzw speziellen Informationen daher sollte man nach Möglichkeit auf einen der ersten drei Punkte zurückgreifen bzw am besten alle drei Punkte durcharbeiten.

 

 

 

 


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